Akupunktur

Die Akupunktur bei Tieren ist eine Komplementärmedizin, das heißt sie ergänzt die Schulmedizin in vielen Bereichen.

Akupunktur (von lateinisch acus = die Nadel und punctio = das Stechen) ist eine der vier Säulen der Traditionellen chinesischen Medizin (TCM). Im Prinzip der TCM fließt die Energie (das Qi) im Körper in so genannten Meridianen (Leitbahnen). Dies kann man sich wie ein komplexes Rohrsystem mit vielen regulierbaren Ventilen, den Akupunkturpunkten, vorstellen.

Das Prinzip der Akupunktur geht davon aus, dass bei Krankheiten der Energiefluss des Körpers in den Meridianen gestört ist und die Energie durch Stimulation bestimmter Punkte wieder fließen kann.

Westlich gesehen werden beim Stich der Nadel verschiedene entzündungs- und schmerzmindernde Botenstoffe des Körpers freigesetzt. Daher wird die westlich orientierte Akupunktur vorwiegend bei akuten und chronischen Schmerzgeschehen eingesetzt.

 

Einsatzgebiete:

  • Hüftgelenksarthrose bzw. angeborene Hüftgelenksdysplasie (HD)
  • Schmerzen bei Arthrose
  • Dackellähmung
  • Allergien
  • Stressbedingte Erkrankungen wie Durchfall
  • Asthma
  • Stärkung des Selbstbewusstseins bei ängstlichen Tieren
  • Hormonelle Störungen (Deckunlust und Scheinschwangerschaft)
  • Geburtshilfe
  • Stärkung der körpereigenen Abwehrkräfte

Der große Vorteil der Akupunktur ist die außerordentliche geringe Nebenwirkung. Sie kann aber auch bei vielen anderen Erkrankungen unterstützen und Abhilfe schaffen.

Jedes kranke Tier ist ein Individuum, das wiederum individuell behandelt werden muss. Die Anzahl der Akupunktur Sitzungen ist abhängig vom Krankheitsverlauf des Tieres. Dies wird nach der Erstuntersuchung in dem Beratungsgespräch mit dem Tierbesitzer besprochen.

Grundsätzlich kann Akupunktur bei jedem Tier angewandt werden, das sich anfassen und damit untersuchen lässt.

Die Akupunktur ist nicht schmerzhaft und kann beruhigend oder entspannend wirken. Die Tiere sind danach oft müde, sodass eine anschließende Ruhepause ratsam ist.

Eine Akupunktursitzung dauert 20-30 Minuten. Hierbei werden zunächst die Probleme des Tieres besprochen und untersucht. Dann werden die Nadeln gesetzt und verbleiben bis zu 20 Minuten am Tier.